Unabhängige Forschung
Duftmarketing Studien & wissenschaftliche Belege
Wie Düfte Emotionen, Verhalten und Wohlbefinden unbewusst steuern. Unser Vorgehen beruht vollständig auf unabhängiger Forschung und umfangreichen Praxisstudien.

Bei Zaluti bilden wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxisstudien das Fundament. Internationale Forschung bestätigt die Wirkung eines exakt abgestimmten Duftes: Er senkt Stress und lässt Besucher sich unmittelbar wohler fühlen.
Darüber hinaus belegen spezifische Düfte in professionellen Umgebungen ihren Mehrwert, indem sie Konzentration, Klarheit und Produktivität deutlich unterstützen.
Ja, die Wirkung von Duftmarketing ist wissenschaftlich belegt: Unabhängige, peer-reviewte Publikationen weisen Effekte auf Verweildauer, Kaufbereitschaft, Konzentration und Sicherheitsempfinden nach – unter einer Bedingung: Der Duft muss subtil und kongruent sein.
Längere Verweildauer, höhere Kaufbereitschaft, bessere Konzentration und mehr Sicherheitsempfinden.
Peer-reviewed und über DOI oder PubMed nachprüfbar – keine Marketingaussagen.
Kongruenz: Der Duft muss zu Raum, Kategorie und Marke passen. Sonst bleibt die Wirkung aus.
Niedrige Intensität wirkt in allen Studien am besten. Bewusstes Wahrnehmen ist nicht nötig.
Die Kernzahlen aus der Forschung
| Gemessener Effekt | Ergebnis | Untersuchung | Quelle |
|---|---|---|---|
| Verweildauer im Einzelhandel | +15,9 % | Stöhr – Air-Design im Handel | 10.1007/978-3-663-01084-5 ↗︎ |
| Kaufbereitschaft im Einzelhandel | +14,8 % | Stöhr – Air-Design im Handel | 10.1007/978-3-663-01084-5 ↗︎ |
| Umsatzsteigerung (einzelne Fälle) | bis ca. 6 % | Stöhr – Air-Design im Handel | 10.1007/978-3-663-01084-5 ↗︎ |
| Produktbewertung & Wartezeitempfinden | signifikant besser | Spangenberg u. a. – Umgebungsduft im Handel | 10.1177/002224299606000205 ↗︎ |
| Verweildauer & Ausgaben in Restaurants | höher bei Lavendel | Guéguen & Petr – Aroma in der Gastronomie | 10.1016/j.ijhm.2005.04.007 ↗︎ |
| Akute Angst im Wartezimmer | signifikant geringer | Lehrner u. a. – Duft im Wartezimmer | PubMed 11134685 ↗︎ |
| Tempo & Fehlerquote im Büro | schneller, weniger Fehler | Barker u. a. – Pfefferminze und Büroaufgaben | PubMed 14738372 ↗︎ |
| Müll & Sicherheitsempfinden im ÖPNV | weniger Müll, mehr Sicherheit | De Lange u. a. – Feldstudie in Zügen | 10.1080/15534510.2012.659509 ↗︎ |
Verweildauer im Einzelhandel
Kaufbereitschaft im Einzelhandel
Umsatzsteigerung (einzelne Fälle)
Produktbewertung & Wartezeitempfinden
Verweildauer & Ausgaben in Restaurants
Akute Angst im Wartezimmer
Tempo & Fehlerquote im Büro
Müll & Sicherheitsempfinden im ÖPNV
Duftmarketing im Einzelhandel: die messbare Wirkung auf Einkaufserlebnis und Kaufverhalten
Der richtige Duft auf der Verkaufsfläche gehört zu den am besten untersuchten Faktoren der Umweltpsychologie. Internationale Forschung belegt, dass ein subtiles, passendes Duftprofil das Kundenerlebnis, die Verweildauer und die Produktbewertung positiv beeinflusst.
Der Schlüssel dazu ist Kongruenz: Der Duft muss nahtlos zur Warenkategorie und Markenidentität passen, damit die Wirkung eintritt.
Verweildauer & Umsatzsteigerung
Subtile Düfte können Verweildauer, Kaufbereitschaft und Umsatz im Handel deutlich erhöhen.
Untersuchung: Dr. Anja Stöhr untersuchte in verschiedenen Handelsumgebungen, wie subtile Düfte und Luftqualität (Air-Design) das Kundenverhalten unbewusst beeinflussen. In Feldmessungen und kontrollierten Studien wurden Verweildauer, Bewertung, Kaufbereitschaft und Umsatz erfasst. Es zählt zu den umfangreichsten europäischen Arbeiten auf diesem Gebiet.
- ✓︎Verweildauer +15,9 %
- ✓︎Kaufbereitschaft +14,8 %
- ✓︎In einzelnen Fällen Umsatzsteigerung bis ca. 6 %
- ✓︎Kunden empfinden das Geschäft als komfortabler und angenehmer
- ✓︎Wirkt ausschließlich bei subtilen, passenden Düften
Eine der wichtigsten Handelsstudien. Sie belegt, dass strategisch gestaltete Raumbeduftung nicht nur den Komfort erhöht, sondern konkret zur Flächenleistung beiträgt.
Positivere Bewertungen
Subtile, passende Düfte führen nachweislich zu positiveren Geschäfts- und Produktbewertungen.
Untersuchung: In dieser grundlegenden Handelsstudie wurde die Wirkung von Umgebungsduft auf die Qualitätswahrnehmung in einer kontrollierten Testumgebung analysiert. Weil Störfaktoren ausgeschlossen waren, ließ sich der reine Einfluss des Duftes auf Kundenzufriedenheit und subjektive Wartezeit objektiv bestimmen.
- ✓︎Produkte wurden signifikant positiver bewertet
- ✓︎Das Geschäft wurde als hochwertiger und angenehmer empfunden
- ✓︎Besucher schätzten ihre Wartezeit kürzer ein
- ✓︎Kongruente Düfte hatten die stärkste Wirkung
- ✓︎Der Duft musste nicht bewusst wahrgenommen werden
Grundlegender Beleg dafür, dass subtile Düfte unmittelbar auf Wahrnehmung und Bewertung im Handel wirken.
Stärkeres Einkaufserlebnis
Eine durchdachte Raumbeduftung hebt den Gesamteindruck und die wahrgenommene Qualität einer Verkaufsfläche unmittelbar an.
Untersuchung: Chebat & Michon (2003) führten in einem stark frequentierten Einkaufszentrum eine Feldstudie zur Wirkung subtiler Aromen durch. Die Untersuchung zeigt, dass der richtige Umgebungsduft Atmosphäre und wahrgenommene Qualität einer gewerblichen Fläche deutlich verstärkt.
- ✓︎Das Geschäft wird als hochwertiger empfunden
- ✓︎Kunden bewerten die Atmosphäre positiver
- ✓︎Duft verbessert den Gesamteindruck der Fläche
- ✓︎Niedrige Intensität wirkt am besten
Ideal für Flächen, bei denen erster Eindruck und Atmosphäre entscheidend sind: Mode, Lifestyle und Premium-Handel.
Höhere Produktbewertung durch einfache Düfte
Einfache, unmittelbar erkennbare Düfte führen im Handel zu einer deutlich höheren Produktbewertung als komplexe Mischungen.
Untersuchung: Die Forschung belegt, dass Konsumenten unbewusst unkomplizierte Aromen bevorzugen. Weil das Gehirn einfache Düfte schneller verarbeitet (Verarbeitungsflüssigkeit), entsteht ein angenehmeres Einkaufserlebnis, das sich direkt in höherer Kaufbereitschaft niederschlägt.
- ✓︎Einfache Düfte erhöhen die Produktbewertung
- ✓︎Komplexe Mischungen schneiden schlechter ab
- ✓︎Verarbeitungsflüssigkeit ist der zentrale Mechanismus
- ✓︎Wirkung am stärksten bei emotionsgetriebenen Kategorien
Bestätigt unser Prinzip: less is more. Subtile, nicht überladene Düfte sind im Handel wirksamer.
Bessere Stimmung & Atmosphäre
Sorgfältig abgestimmte Düfte verbessern unmittelbar die Stimmung und erhöhen die Gesamtbewertung der Fläche.
Untersuchung: In einer klassischen Studie von 1995 wurde der direkte Zusammenhang zwischen Umgebungsduft und emotionalem Zustand der Kundschaft untersucht. Das Ergebnis war eindeutig: Ein kongruenter, zurückhaltender Duft hebt die Stimmung, wodurch die Fläche als deutlich gastfreundlicher empfunden wird.
- ✓︎Kunden berichten von besserer Stimmung
- ✓︎Die Fläche wird als freundlicher empfunden
- ✓︎Kongruente Düfte wirken stärker
- ✓︎Zurückhaltende Intensität ist wirksamer
Wichtig für Flächen, bei denen Emotion und Atmosphäre im Mittelpunkt stehen – von Mode bis Boutique.
Saisonale Wirkung
Ein saisonaler Duft verstärkt Erlebnis und Kaufabsicht nur dann, wenn er zur aktuellen Jahreszeit passt.
Untersuchung: Doucé & Janssens (2013) analysierten, wie Stimmungsdüfte – etwa ein subtiler Weihnachtsduft – das Konsumentenverhalten in Spitzenzeiten steuern. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit von Kongruenz: Ein Aroma bringt nur dann kommerziellen Nutzen, wenn es exakt zur unbewussten Erwartung der Kundschaft passt.
- ✓︎Stärkeres Atmosphäreerleben bei saisonal kongruenten Düften
- ✓︎Höhere Kaufabsicht in der Weihnachtszeit
- ✓︎Unpassende Düfte zeigen keine Wirkung
- ✓︎Zurückhaltung ist entscheidend
Für Flächen mit Saisonspitzen ist Duft ein wirksames Mittel zur Atmosphäre – vorausgesetzt, er passt und bleibt subtil.
Duftmarketing in der Hotellerie: die unverzichtbare Grundlage für das Gasterlebnis
In der Hotellerie – von Hotels und Restaurants bis zu Wellnessanlagen – prägt Duft den ersten Eindruck und den Komfort des Gastes. Die Forschung bestätigt, dass ein subtiler, exakt abgestimmter Duft unmittelbar zu einem herzlichen Empfang, tieferer Entspannung und einem positiveren Gesamterlebnis beiträgt.
Auch hier ist die Passung entscheidend: Duftmarketing wirkt am stärksten, wenn die gewählten Düfte eine nahtlose Verlängerung von Interieur, Zielgruppe und Markenidentität sind.
Mehr positive Emotionen im Hotelzimmer
Ein subtiles Lavendelaroma erhöht messbar das Wohlbefinden übernachtender Gäste.
Untersuchung: In dieser Studie wurde der emotionale Zustand von 99 Teilnehmenden mit Gesichtserkennungssoftware analysiert. Dadurch ließen sich selbst kleinste, unbewusste Verschiebungen in den positiven Reaktionen zwischen einem beduftetem und einem neutralen Hotelzimmer erfassen.
- ✓︎Die Gruppe im Lavendelzimmer zeigte signifikant höhere Werte für Zufriedenheit
- ✓︎Die allgemeine emotionale Valenz war im beduftetem Zimmer höher
- ✓︎Die Zimmer wurden als angenehmer empfunden
- ✓︎Die meisten Teilnehmenden benannten den Duft nicht ausdrücklich – die Wirkung war weitgehend unbewusst
Ein subtiler, passender Duft im Hotelzimmer verstärkt das emotionale Erleben der Gäste, ohne selbst in den Vordergrund zu treten.
Atmosphäre und Verhalten im Hotel
Duft ist ein wesentlicher Bestandteil der gesamten Servicescape und beeinflusst das Komfortempfinden des Gastes unmittelbar.
Untersuchung: In Crafting the Service Environment beschreibt J. Wirtz, wie physische Umgebungsreize – Duft, Licht und Akustik – zusammenwirken müssen, um ein stimmiges Gasterlebnis zu schaffen. Duftmarketing wird darin als strategische Voraussetzung für Markenerleben und Kundenzufriedenheit eingeordnet.
- ✓︎Duft wirkt gemeinsam mit Licht, Musik und Materialien als ein Ganzes
- ✓︎Eine gut gestaltete Servicescape erhöht Komfort, Zufriedenheit und Wiederkehrabsicht
- ✓︎Inkongruente oder zu starke Düfte stören das Gesamterlebnis
- ✓︎Duft gehört als integraler Bestandteil in das Hotelkonzept
Duft im Hotel darf nie isoliert betrachtet werden: Er gehört zum gesamten Raum- und Markenerleben, von der Lobby über den Flur bis ins Zimmer.
Längere Verweildauer im Restaurant
Ein entspannender Lavendelduft verlängert die Verweildauer der Gäste und erhöht indirekt die Ausgaben.
Untersuchung: Die Forschenden testeten die Wirkung verschiedener Aromen, indem sie diese an wechselnden Abenden in einem Gastraum verteilten. Die Messungen zeigten, dass die beruhigende Wirkung von Lavendel Gäste unbewusst zu längerem Verweilen einlud – was sich unmittelbar in einem höheren Bon niederschlug.
- ✓︎Lavendel führte zu längerer Verweildauer als Zitrone und die Kontrollgruppe
- ✓︎Gäste gaben in der Lavendelbedingung mehr aus
- ✓︎Zitrusduft zeigte keinen signifikanten Effekt gegenüber der Kontrolle
- ✓︎Der entspannende Charakter von Lavendel spielt die Schlüsselrolle
Für Restaurants, Cafés und Hotelrestaurants ist dies der direkte Beleg, dass ein beruhigender Duft den Umsatz pro Tisch erhöhen kann.
Raumbeduftung im Gesundheitswesen: weniger Anspannung, mehr Zuwendung
Weniger akute Angst im Wartezimmer
Ein Umgebungsduft im Wartebereich senkt die akute Angst von Patienten signifikant.
Untersuchung: Lehrner und Kollegen untersuchten in einem realen Wartebereich, wie sich ein Umgebungsduft auf den Angstzustand und die Stimmung von Patientinnen und Patienten auswirkt. Erhoben wurden standardisierte Angstwerte sowie das subjektive Befinden vor der Behandlung.
- ✓︎Die akute Angst war in der Duftbedingung signifikant geringer
- ✓︎Die Stimmung der Wartenden war insgesamt positiver
- ✓︎Die Wirkung trat ohne medikamentöse Intervention ein
Für Wartebereiche in Praxen, Kliniken und Zahnarztpraxen der direkte Beleg, dass Raumbeduftung mehr ist als Atmosphäre – sie senkt messbar die Anspannung.
Notaufnahme: freundlichere Begegnungen
Wärmere Düfte unterstützten freundlichere soziale Begegnungen und senkten die Anspannung im Klinikalltag.
Untersuchung: In den Wartebereichen zweier Notaufnahmen wurden warme, beruhigende Düfte – etwa Vanille und Feige – eingesetzt, um die natürliche Anspannung bei Patienten und Begleitpersonen zu senken und eine weichere Atmosphäre zu schaffen.
- ✓︎Besucher bewerteten das Personal als freundlicher und hilfsbereiter
- ✓︎Mitarbeitende empfanden den Kontakt mit Patienten als ruhiger
- ✓︎Die aufgebaute Anspannung in den Wartebereichen nahm spürbar ab
Zeigt, wie Duft menschliche Interaktion positiv steuern und Stress in hochkomplexen, emotionalen Versorgungssituationen reduzieren kann.
Raumbeduftung für Büro und Bildung: maximale Konzentration und höhere Produktivität
In Arbeits- und Lernumgebungen leistet die richtige Raumbeduftung einen subtilen, aber entscheidenden Beitrag zu Wachheit, Konzentration und Leistung. Experimente zeigen, dass frische Düfte wie Pfefferminze die Reaktionszeiten verbessern und das Gedächtnis unterstützen, während Zitrusnoten für klare mentale Aktivierung sorgen.
Zurückhaltung ist dabei der Schlüssel: Eine niedrige, angenehme Intensität führt zu den messbar besten Ergebnissen bei kognitiven Aufgaben, Produktivität und Arbeitszufriedenheit.
Schneller und genauer tippen
Ein subtiles Pfefferminzaroma erhöht das Tempo und senkt die Fehlerquote bei Büroarbeit.
Untersuchung: In einem Büroexperiment (2003) bearbeiteten Teilnehmende intensive Daten- und Schreibaufgaben unter zwei Bedingungen: mit Pfefferminzaroma und ohne Duft. Das aktivierende Duftprofil steigerte nicht nur die Nettoleistung, sondern führte auch zu einer deutlich motivierteren Arbeitshaltung.
- ✓︎Höheres Bruttotempo beim Schreiben
- ✓︎Höheres Nettotempo (Tempo ohne Fehler)
- ✓︎Weniger Fehler
- ✓︎Mehr Fokus und Aufgabenmotivation
Sehr relevant für Büros, Backoffices und Verwaltungsteams: subtile Pfefferminze führt zu objektiv besseren Ergebnissen bei Schreib-, Daten- und Bildschirmarbeit.
Bessere Konzentration & Gedächtnisleistung
Pfefferminze erhöht die Wachheit und verbessert die Gedächtnisleistung bei anspruchsvollen kognitiven Aufgaben.
Untersuchung: Für diese Studie (2008) wurden 144 Teilnehmende in einer Büroumgebung auf verschiedene Duftbedingungen verteilt und bearbeiteten komplexe Logik- und Gedächtnisaufgaben. Ein frischer Pfefferminzduft aktivierte die mentale Wachheit, was zu objektiv besseren Werten und geschärfter Konzentration führte.
- ✓︎Bessere Gedächtnisleistung unter Pfefferminze
- ✓︎Höhere Wachheit und Reaktionsgeschwindigkeit
- ✓︎Ylang-Ylang wirkte beruhigender, aber verlangsamend
Untermauert den Einsatz von Pfefferminze in Arbeits- und Lernumgebungen, in denen Fokus und geistige Klarheit im Vordergrund stehen.
Rosmarin gegenüber Lavendel am Arbeitsplatz
Rosmarin schärft das Gedächtnis, Lavendel beruhigt – verlangsamt aber das Arbeitsgedächtnis.
Untersuchung: Moss, Cook, Wesnes & Duckett (2003) ließen Teilnehmende kognitive Aufgaben unter drei Bedingungen bearbeiten: Rosmarin, Lavendel und ohne Duft. Neben der Leistung wurde auch die Stimmung erfasst, wodurch der Unterschied zwischen aktivierenden und beruhigenden Aromen deutlich wurde.
- ✓︎Rosmarin → bessere Gedächtnisleistung und höhere Wachheit
- ✓︎Lavendel → ruhiger, aber langsamere Verarbeitung im Arbeitsgedächtnis
- ✓︎Beide Düfte veränderten die Stimmung messbar
Wählen Sie den Duft nach der Funktion des Raums: Rosmarin oder Pfefferminze in Konzentrationsbereichen, Lavendel in Pausen- und Ruheräumen – nie umgekehrt.
Dosis-Wirkungs-Beziehung statt Placebo
Es besteht ein nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Duftkonzentration und der Genauigkeit kognitiver Leistungen.
Untersuchung: Moss & Oliver (2012) maßen nach Rosmarinexposition die Konzentration von 1,8-Cineol im Blut der Teilnehmenden und stellten sie den Ergebnissen bei Rechenaufgaben gegenüber. So wurde die Wirkung nicht nur verhaltensbezogen, sondern auch physiologisch belegt.
- ✓︎Höhere Blutkonzentration ging mit schnelleren und genaueren Leistungen einher
- ✓︎Die Wirkung trat ein, ohne dass Teilnehmende den Duft benannten
- ✓︎Stützt eine Dosis-Wirkungs-Beziehung statt eines Placeboeffekts
Bestätigt: Es ist keine Frage der Suggestion, die Dosierung wirkt tatsächlich. Deshalb stellen wir die Intensität je Zone präzise über die Smart Control App ein.
Duft und Verhalten: saubere Luft führt zu saubererem Verhalten
Weniger Müll und mehr Sicherheitsempfinden
Ein gepflegter Duft erhöht das soziale Sicherheitsempfinden und verringert liegengelassenen Müll.
Untersuchung: In einer Feldstudie in Zügen wurde gemessen, wie Fahrgäste einen Wagen mit und ohne subtilen, frischen Duft bewerten. Neben dem Empfinden wurde auch der zurückgelassene Müll gezählt, wodurch die Wirkung auf tatsächliches Verhalten – nicht nur auf Wahrnehmung – belegt werden konnte.
- ✓︎Fahrgäste bewerteten den Wagen als sauberer und besser gepflegt
- ✓︎Das soziale Sicherheitsempfinden nahm zu
- ✓︎Es wurde messbar weniger Müll zurückgelassen
Für Parkhäuser, U-Bahn-Stationen und öffentliche Räume der direkte Beleg, dass Duft eine Facility-Investition mit messbarem Ertrag ist.
Sauberer Duft ruft sauberes Verhalten hervor
Ein kaum wahrnehmbarer Zitrusduft, der an Reinigung erinnert, regt unbewusst zu Ordnungsverhalten an.
Untersuchung: Holland, Hendriks & Aarts (2005) verteilten in einem Testraum einen kaum wahrnehmbaren Zitrusduft eines Reinigungsmittels. Die Teilnehmenden sollten einen Keks essen; anschließend wurde beobachtet, wie viele von ihnen ihre Krümel spontan beseitigten.
- ✓︎Teilnehmende in der Duftbedingung räumten signifikant häufiger ihre Krümel weg
- ✓︎Reinigungsbezogene Wörter wurden schneller erkannt
- ✓︎Der Duft wurde selbst nicht als Grund für das Verhalten genannt
Für Sanitärbereiche, Kantinen und öffentliche Räume: Wo es sauber riecht, verhalten sich Besucher sauberer. Das wirkt direkt auf Ihre Reinigungskosten.
Frische Luft und Fairness
Ein frischer, sauberer Duft erhöht die Bereitschaft, fair und hilfsbereit zu handeln.
Untersuchung: Liljenquist, Zhong & Galinsky (2010) untersuchten in zwei Experimenten, ob ein zitrusartiger, „sauberer" Raumduft das Sozialverhalten steuert. Gemessen wurden Fairness in einem Vertrauensspiel und die Bereitschaft, freiwillig zu einem guten Zweck beizutragen.
- ✓︎Teilnehmende handelten in der Duftbedingung fairer
- ✓︎Sie waren häufiger bereit, freiwillig beizutragen
- ✓︎Der Effekt trat ohne bewusste Wahrnehmung des Duftes ein
In Umgebungen, in denen soziales Verhalten zählt – öffentliche Räume, ÖPNV, Schulen – trägt ein sauberer Duft zu einem angenehmeren Miteinander bei.
Sauberer Duft in Stationen & öffentlichen Zonen
Ein Clean Scent erhöht den Komfort und verbessert die Haltung gegenüber anderen Menschen in geteilten Räumen.
Untersuchung: Im Journal of Retailing and Consumer Services (2022) veröffentlichte Forschung zum Einfluss eines sauberen Umgebungsduftes auf Komfort und Sozialverhalten in geteilten öffentlichen Räumen.
- ✓︎Mehr empfundener Komfort in geteilten Arbeitsräumen, Bibliotheken und Stationen
- ✓︎Positivere Haltung und mehr Toleranz gegenüber anderen im Raum
- ✓︎Starke Effekte bei einem floral-moschusartigen Clean Scent
Für Bahnhöfe, Bibliotheken und geteilte Arbeitsräume: Ein sauberer Duft erhöht nicht nur den Komfort, sondern auch den Umgang der Menschen miteinander.
Was ein unangenehmer Geruch mit Ihrer Glaubwürdigkeit macht
Alle Forschung oben beschreibt den Gewinn eines guten Duftes. Die umgekehrte Wirkung ist jedoch noch stärker: Muffige oder unangenehme Luft lässt Besucher innerhalb von zwei Sekunden an allem zweifeln, was Sie tun – an Ihrer Hygiene, Ihrer Qualität, Ihrer Sorgfalt.
Geruch erreicht uns ohne Umweg über den Verstand, und dieses Urteil lässt sich anschließend nur schwer korrigieren. Wir unterscheiden vier Arten von Geruchsbelästigung – Sanitär, muffig und feucht, organisch sowie Rauch – die jeweils einen eigenen Ansatz an der Quelle verlangen.
Sanitärgerüche
Ammoniakverbindungen in Toilettenanlagen und Aufzügen.
Muffig & feucht
Kellerräume, Tiefgaragen und schlecht belüftete Bereiche.
Organisch
Küchen-, Abfall- und Körpergerüche in stark genutzten Räumen.
Rauch
Tabakrauch, der sich in Textilien und Wandflächen festsetzt.
Fragen zur Forschungslage
Ist Duftmarketing wissenschaftlich belegt?
Ja. Duftmarketing gehört zu den am besten untersuchten Faktoren der Umweltpsychologie. Dr. Anja Stöhr maß im Einzelhandel eine um 15,9 % längere Verweildauer und eine um 14,8 % höhere Kaufbereitschaft. Spangenberg und Kollegen zeigten, dass Produkte signifikant positiver bewertet werden und Besucher ihre Wartezeit kürzer einschätzen. Alle Studien sind peer-reviewed und über DOI nachprüfbar.